Archiv der Kategorie: Facebook

Ich lass mich gehen

Marko erstrahle ;-) Es ist so weit. Ich lass mich gehen.
Nach rund eineinhalb Jahren in der Bundes-SPÖ und politischer Kommunikation im web2.0-Bereich wechsle ich wieder in die Privatwirtschaft zurück und freue mich ab August das Team der echonet als Social Media Berater unterstützen zu dürfen.

Einer der Key Learnings, und von denen gibt es viele, ist sicherlich, dass der politische Bereich einer ist, der von der Dynamik und den Anforderungen her mit wenigen anderen zu vergleichen ist. Während zB Markenartikelhersteller um die (Medien-)Öffentlichkeit stärker kämpfen müssen, ist diese in der Politik ständig gegeben. Und genauso verhält es sich mit den Menschen, die den Kontakt und den Austausch aktiv suchen und sich nicht damit abgeben, einfach nur Wähler zu sein. Dass das Internet darin eine entscheidende Rolle spielt, brauche ich voraussichtlich niemanden zu erklären. Dass die Menschen und die Parteien aber noch einige Zeit brauchen werden sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen scheint sich aber öfter nur in Grundzügen durchgesprochen zu haben und resultiert nur allzu oft in allgemeiner Entrüstung und Unverständnis.

Nirgends werden die Menschen so rabiat wenn es darum geht, andere zu beschimpfen oder im mindesten Fall schlechter zu machen. Und nirgends anders halten sie genau das für Demokratie und Partizipation. Und nirgends sonst ist der Mitbewerber so engagiert dabei sich als „kleiner Mann von der Straße“ als Saboteur zu beteiligen.

EU-BotschafterInnen auf dem Weg zu Österreich 2020

Der EU-Wahlkampf war das erste Projekt für das ich in der SPÖ engagiert wurde. Meine Aufgabe war dessen Leitung im Online-Bereich. In Zusammenarbeit mit Knallgrau haben wir innerhalb kürzester Zeit ein herausragendes Online-Konzept (120 BotschafterInnen) mit weitrechenden Folgen umgesetzt. Dieser Wahlkampf, obwohl nicht ganz zu unseren Gunsten ausgegangen, war der Kick-Off für eine verstärkte Professionalisierung der SPÖ in der Web2.0-Kommunikation, an deren Beginn die Schulung von Mitarbeitern, Funktionären und Mandataren stand und immer noch steht. Erst nach dieser Grundlagenarbeit kann die Kommunikationsart einer so großen und weitreichenden Organisation, wie der SPÖ, Schritt für Schritt erneuert werden. Weiterlesen

3 Kommentare

Eingeordnet unter Österreich 2020, Facebook, Politik2.0, Social Media, Social Networks, SPÖ, Twitter, Zukunft

Fast Demokratie

In letzter Zeit war ich im Rahmen von Österreich 2020 stark eingesetzt und habe mein Blog etwas vernachlässigt. Inspiriert von der heutigen GPA-djp WEB2.0-Veranstaltung komme ich aber doch dazu über ein Thema zu schreiben mit dem ich mich in den letzten Monaten unter anderem verstärkt beschäftigt habe. Es geht um die Beziehung zwischen Demokratie und Internet.

Oft hört man, dass die „Demokratie wie sie sein sollte“ durch die fortschreitende Entwicklung des Internets erst ermöglicht wird, weil alle Menschen mitreden können – unabhängig davon, wo sie sich gerade befinden, welchen schulischen Abschluss sie haben oder welcher Partei sie angehören. Diskussionsprozesse und politischen Entscheidungen werden dadurch auf ein breitere Basis gestellt und erhalten eine höhere Legitimation.

In der Realität bestätigt sich diese Theorie jedoch nur selten. Denn das Internet, mit all seinen Beteiligungsmöglichkeiten, trägt dazu bei, die bestehenden Strukturen und Meinungen zu verfestigen. Davon abgesehen, dass ein Großteil politischer Kommunikation mit Gleichgesinnten erfolgt und somit nicht zwingend zur gewünschten Breitenwirkung führt, wird online wie auch offline extremen Standpunkten besonders viel Gehör geschenkt. Dies wiederum führt dazu, dass benachteiligte Personengruppen schwerer zu Wort kommen. (In diesem Zusammenhang empfehle ich die Lektüre von „Technik für ein träges Volk“ aus der Zeit.)

Das Ideal eines rationalen Diskurses und Wettbewerbs der besten Ideen verfällt allzu oft ins wiederholen von Allgemeinplätzen und Wortgefechten zwischen Einzelpersonen, während sich die Mehrheit der potentiell Diskussionswilligen nicht am Austausch beteiligt.

Für jene, die sich die Gestaltung der (demokratisierenden) Kommunikationsprozesse zur Aufgabe gemacht haben stellen sich also die folgenden Fragen: wie können diese Kommunikationswege gestaltet werden um sowohl Zugangsmöglichkeiten für eine breite Bevölkerungsschicht anbieten können und gleichzeitig die Qualität der gelieferten Inputs möglichst hoch zu halten.

FotoCredit: Foto entnommen aus Flickr von Leolumix

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Demokratie, Facebook, Politik2.0

Ein Duell um Wien

Irgendwann muss es dazu kommen. Zu dem Punkt an dem der fadeste Action Film erst so richtig spannend wird, der Königsklasse der Auseinandersetzungen, den feuchten Träumen aller Action-Junkies, dem ewigen Kampf „Gut“ gegen „Böse“, dem Duell Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, Person gegen … eine andere Person eben…

Aktuelles Blog-Thema auf wienwillswissen.atLiebe Leser, ich muss euch nun enttäuschen. Das hier wird kein Ausblick auf das hochstilisierte Match zwischen HC „Bumsti“ Strache und dem amtierenden Wiener Bürgermeister Michael Häupl. Diesen Gefallen werden euch schon die klassischen Medien tun. Viel eher möchte ich euch auf eine andere (konstruktivere) Auseinandersetzung aufmerksam machen – um die, die derzeit auf wienwillswissen.at stattfindet.

Seit letztem Freitag neu ist das Blog auf der Kampagnenseite, in dem regelmäßig zwei konträre Experten-Meinungen (zu einer der fünf Fragen der Volksbefragung) zu Wort kommen sollen. Aktuell geht’s um die Citymaut. Im Gegensatz zu den restlichen Diskussionen auf der Seite halten sich die Kommentare im Blog noch ein wenig in Grenzen. Deshalb gilt mein Aufruf allen Wienerinnen und Wienern: Beteiligt euch an der Diskussion. Es geht um eure Stadt!

Jetzt auf wienwillswissen.at mitdiskutieren Weiterlesen

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Facebook, Politik2.0, Twitter, Volksbefragung